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Altschaum-Sanierung:
Dauerhaft dicht mit Flüssigkunststoff & Vlies

Alte Schaumdächer aus den 1990er Jahren stehen heute vor einer großen Herausforderung: Nach rund 30 Jahren ohne intensive Pflege ist die Substanz massiv gefährdet. Damals wurde als Oberflächenschutz ein klassischer UV-Anstrich verwendet. Dieser UV-Schutz verkreidet jedoch im Laufe der Zeit und hätte regulär alle 7 Jahre erneuert werden müssen.

Wurde diese Wartung versäumt, liegt der Schaum seit Jahren ungeschützt unter UV-Strahlung und Witterung. Das Ergebnis sind tiefe Risse, Versprödung und Feuchtigkeitsschäden.

Das Problem: Warum ungepflegte Schaumdächer nach 30 Jahren versagen

Verkreideter UV-Anstrich als Ursache für Feuchtigkeitsschäden

Typisches Schadensbild nach 30 Jahren ohne Pflege: Wenn der ursprüngliche UV-Schutzanstrich vollständig verkreidet ist, verliert er seine Bindekraft und liegt als loser Pulverfilm auf dem Dach. Der Altschaum liegt dadurch schutzlos frei. Die UV-Strahlung zerstört die Zellstruktur, was zu massiver Verwitterung, Versprödung und tiefen Rissen führt. Durch diese Risse kann Feuchtigkeit ungehindert in den Dachaufbau eindringen – hier ist eine schnelle Sanierung mit unserem vliesarmierten Flüssigkunststoff-System dringend erforderlich.

Schadensbild eines 30 Jahre alten Schaumdachs: Durch einen komplett verkreideten UV-Anstrich ist der Altschaum verwittert, verfärbt und weist tiefe Risse auf.

Schadensanalyse: Ist Ihr Schaumdach noch zu retten?

Ja, in den meisten Fällen ist ein gealtertes Schaumdach durch eine professionelle Altschaumsanierung zu retten, sofern die Bindung zwischen Schaum und Untergrund intakt ist. Die Entscheidung über eine Sanierung oder einen kompletten Abriss hängt primär von einer präzisen Schadensanalyse vor Ort ab.

 

Das Prüfverfahren: Bestandsaufnahme auf dem Dach

Eine fundierte Schadensanalyse läuft in drei standardisierten Schritten ab:
 

  • Sichtprüfung: Kontrolle auf Risse, Blasen, mechanische Beschädigungen und UV-Schäden.
     

  • Feuchtigkeitsmessung: Zerstörungsfreie Messverfahren orten tief sitzende Wassereinschlüsse im Polyurethanschaum (PU).
     

  • Haftzugprüfung: Testet die verbleibende Bindung zwischen Schaum und Untergrund.

Die Lösung: Das PURelastik-System im 3-Schritte-Aufbau

1. Vorbereitung und Tiefengrundierung mit PURgrund

Bevor die eigentliche Abdichtung beginnen kann, muss der alte Dachschaum perfekt vorbereitet werden. Nach einer gründlichen Hochdruckreinigung erfolgt der satt deckende Auftrag der Spezialgrundierung PURgrund. Der Tiefengrund verfestigt die obere, verwitterte Schicht des Altschaums und schafft eine hochfeste Haftbrücke zum nachfolgenden Flüssigkunststoff. Je nach Saugfähigkeit und Rauheit des alten Schaumuntergrundes liegt der durchschnittliche Materialverbrauch hier bei ca. 0,2 bis 0,3 kg/m².

2. Vollflächige Vliesarmierung für maximale Rissüberbrückung

Das Herzstück des Sanierungssystems ist die vliesarmierte Zwischenschicht. Hierbei wird der einkomponentige Flüssigkunststoff PURelastik vorgelegt, in den sofort ein spezielles, technisches Armierungsvlies absolut falten- und blasenfrei eingebettet wird. Für diese erste Grundbeschichtung wird eine Materialmenge von ca. 2,0 - 2,5  kg/m² aufgetragen. Das Vlies wird so lange in die flüssige Masse eingearbeitet, bis es komplett durchtränkt ist. Diese Armierung fängt spätere thermische Bewegungen des Daches sicher ab und überbrückt selbst tiefe Risse im Altschaum dauerhaft elastisch.

3. Nahtloses Finish für dauerhaften UV-Schutz

Nach dem vollständigen Einbetten des Vlieses folgt am Folgetag die abschließende Deckbeschichtung. Mit einer weiteren Lage PURelastik (Verbrauch: ca. 1,0 kg/m²) wird das Armierungsvlies vollständig überschichtet und versiegelt. Insgesamt wird so ein fachgerechter Gesamtverbrauch von ca. 3,0 kg/m² PURelastik erreicht, was eine langlebige und nahtlose Schutzmembran garantiert. Dieses hellgraue Finish reflektiert die Sonnenstrahlung, schützt den Dämmstoff dauerhaft vor neuer Verkreidung und macht zukünftige Wartungsanstriche im 7-Jahres-Rhythmus komplett überflüssig.

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